Allein reisen

Heute Abend geht es los nach Rom. Für acht Tage. Ich bin so aufgeregt.

London im März 2017 war meine erste Reise allein. In dieser Zeit lernte ich einiges über das Reisen im Allgemeinen – und über mich im Speziellen.

Über das Reisen:

Fremde werden Freunde

… oder zumindest Reisegefährten. In Zukunft werde ich in Hostels übernachten. In Mehrbettzimmern findet man immer mindestens eine Person, mit der du dich verstehst. Dann kann man auch mal einen Tag zusammen verbringen, wenn man dieselben Ziele besichtigen möchte.
In London waren es gleich drei Brasilianer, mit denen ich im Naturkundemuseum war, das Londen Eye „erklomm“ und zur Tower Bridge lief. Sehr unterhaltsam!

Planung – Planung – Planung!

Ich kann planen, was, wann und wie ich will! Das nenne ich Freiheit, denn ich kann tun und lassen, was ich möchte. Dazu beruhigte es auch mein Gewissen und meine Angst, indem ich mir sagen konnte: es ist alles durchgeplant, ich weiß, wann ich wohin wollte. Struktur gibt mir bei Alleinreisen wirklich sehr viel Raum für Sicherheit.

Was nehme ich eigentlich alles mit?

Ich reiste nur mit Handgepäck, also mit knapp 8kg für 6 Tage in der britischen Hauptstadt (An- und Abreisetag zähle ich mit dazu). Da war Kleidung, Technik und Badutensilien komplett untergebracht. Dies werde ich auch für Rom umsetzen können, denn ich werde dort auch waschen + trocknen können. Auch werde ich mich in der Technik minimieren können, denn ich habe keine große Kamera mehr.

Über mich:

Fortune favors the bold!

Ich lernte über mich, dass ich mutig bin. Die erste Reise allein ist ein großer Schritt! Familie und Freunde sagten mir, ich sei doch verrückt. Man verreist nicht allein. Ist das nicht gefährlich als Frau? Wieso hast du denn niemanden, mit dem du wegfahren kannst?
Wieso soll ich denn NICHT allein reisen? Ja, ich habe keinen Partner, na und? Das soll, das DARF mich nicht in meine eigenen vier Wände verbannen. Ich verreiste schon mit Freunden, alles schön und gut. Nur das Reisen alleine eröffnet einen Türen, die einem in der Gruppe immer verschlossen bleiben.
Es gab mir Freiheit, über mich selbst entscheiden zu dürfen.
Es gab mir Freiheit, mir sagen zu können: Ja, ich schaffe das!
Es gab mir Freiheit, mich von Vorurteilen und Beschränkungen zu befreien.

Selbstoffenbarung

So eine Reise allein bewältigt zu haben macht mich sehr stolz. Ich entdeckte viele noch nicht offenbarte Fähigkeiten. Ich dachte nicht, dass ich sie in dieser Form habe.
Ich bin strukturiert, selbstsicher, offenherzig, „open minded“, sorge für meine eigene Sicherheit, mutig, minimalistisch, …

Verbesserungen für die nächsten Reisen

Diese Erfahrung machte mich schlauer. Für die anstehende Reise nach Rom (am Samstag Abend geht’s los) bin ich ähnlich, aber effizienter vorbereitet. Bin sicherer und selbstbewusster in der Auswahl meiner Highlights. Ich weiß, wann ich wo was sehen will. Bin zwar immer noch strukturiert, aber nicht mehr so „starrsinnig“ in der Planung wie in London letztes Jahr. Wenn ich es an dem einen Tag nicht schaffe, dann halt an einem anderen Tag. Bin da lockerer. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mir jetzt mehr Zeit nehmen konnte – diesmal sind es acht Tage, um so eine monumentale Stadt zu erkunden. In London hatte ich „nur“ vier Tage. Das lehrte mich, für so eine große Stadt, die viel zu bieten hat, mehr Zeit einzuplanen, um auch das in der Zeit zu sehen und zu erleben, die sie auch verdient. Und ich verdiene es auch.


So, jetzt fängt die Reise erst an. Eine, die neue Erfahrungen schafft. Ich bin gespannt!

tiffeck…

Ein Kommentar zu „Allein reisen

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