Mein erster Eintrag

Dies ist dein erster Beitrag. Ich bin etwas aufgeregt. Lange habe ich mit dem Gedanken gespielt, einen Blog zu starten, bisher wusste aber leider nie, wie. Womit soll ich anfangen? Was interessiert die Leute? Vor allem:

Welches Thema soll den ersten Beitrag dominieren?

Soll ich mit meinem Weg zum Minimalismus beginnen? Mit den Erfahrungen, die ich mit meiner veganen Lebensweise gesammelt habe? Wie ist es so als Single?

Da hab ich mir gedacht: Wieso stelle ich mich erstmal vor? Vor allem meine Beweggründe?

Wer bin ich?

Ich bin Tiffany, 28 Jahre alt und wohne in der wunderschönen Stadt Kassel. Ein sehr schöner Ort, auch außerhalb der Documenta.

Wieso ein Blog?

Weil ich Spaß am Schreiben von interessanter Themen habe. Außerdem ist das Internet ein schöner „Ort“, sich seine richtige Welt bewusst zu werden und sie nach belieben zu verändern – wenn man sich traut, es zu verändern.

Meine heißgeliebten Tagebücher waren der Anfang. Sie zu führen hieß für mich, Gedanken zu ordnen. Beim lesen alter Einträge – was ich regelmäßig mache – wird mir immer wieder bewusst, was mich zu diesem Zeitraum beschäftigt hat und wie ich es jetzt sehe. Das hilft mir, mir meinen Gedankengängen klarer zu werden und den Weg notfalls zu korrigieren, den ich eingeschlagen habe. Tagebuch führe ich immer noch.

Der nächste Schritt war die Schülerzeitung in der Schule. Ein paar meiner Beiträge wurden gedruckt, was mich sehr freute. Die gingen meist um Themen, die die Schule betrafen, aktuelle Hobbys u.s.w.

Nach der Schule stellte ich fest:

Ok, das schreiben gefällt mir, aber zum Beruf machen? Nein, lieber nicht…

Damals war mein Selbstbewusstsein nicht so groß (ist es heute immer noch nicht). Ich wollte meine Beiträge nicht auf einer großen Bühne präsentieren und dafür Unmengen Kritik – in meiner Vorstellung nur negative – einstecken. Wo konnte ich sonst mit meinem Drang zum schreiben hin?
Über die Jahre ist es etwas eingeschlafen um das öffentliche Beitragen meiner Ideen und Erfahrungen.

Welche Talente habe ich denn noch?
Organisieren und Ordnen gefällt und liegt mir auch, da dachte ich mir, Bullet Journals wäre der nächste logische Schritt.

Lena Lammers, Mitarbeiterin der Seite edition f (keine Werbung, diese Seite finde ich persönlich ganz toll) hat es – wie ich finde – schön beschrieben, was das Bullet Journal für Sie ist und was es eigentlich macht.

Kaum, dass ich mich mit dieser Art auseinander gesetzt habe, viel mir auf, wie wenig ich es doch auf diese Art und Weise machen möchte. Tagebuch bleibt Tagebuch, da brauche ich nicht diese Art als Ersatz.

Ich weiß. Ja, ich weiß es doch! Ein Bullet Journal soll auch kein „Tagebuch“ im klassischen Sinne sein. Es dient eher der Steigerung der Produktivität und des „Reinemachens“ der eigenen Gedanken zur kurz- mittel- und langfristigen Ordnung seines eigenen Lebens.

Wenn ich mir aber Daten und Termine merken oder klar machen möchte, was ich wann wie zu tun und zu lassen habe, nutze ich andere Möglichkeiten. Meinen klassischen haptischen Kalender, Post it’s oder meinen Wandkalender in der Küche. Für persönliche Logeinträge nutze ich am liebsten das Tagebuch. Bei dieser Art kommt mein Kopf die Freiheit, die es braucht.

In einem Blog wie hier wird alles offizieller. Da kann ich nicht alles frei von der Leber wegschreiben, wie ich es abends im Bett in mein kleines Büchlein machen würde.

„Online = Offiziell = Unpersönlich(er) = Seriös sein“

Dieser Gedanke kam mir, als ich anfing, über das Bloggen nachzudenken. Ist das wirklich so? Ich glaube nicht. Denn es ist der Anspruch, der die Sicht darauf und die Arbeit an sich beeinflusst.
Mein Anspruch ist es, diesen Blog persönlich zu halten. Es richtet sich nach meiner Persönlichkeit, meinen Interessen, meinen Eigenheiten. Ich möchte es ehrlich, authentisch, lustig, kritisch, kreativ gestalten. Es spiegelt schließlich mein Leben wider.

Hoffentlich habe ich euch nicht verschreckt mit den Gedanken, die ich zu meinem Blog habe. Der nächste Eintrag folgt voraussichtlich am 17.09.2017. Für mich ist ein 2-Wochen-Rhythmus realisierbar in dem Umfang, wie ich die Beiträge gestalten möchte.

Was sind eure Gedanken, eure Erfahrungen? Wie seht ihr das Bloggen?
Über Kommentare / Mails freue ich mich jederzeit!

Eure Tiffany